myself … sei deine eigene Marke

Heute nehme ich Euch mit auf eine kleine Reise in meine Vergangenheit. Es wird sehr persönlich und der Text wird länger, denn dieses Thema bekomme ich nicht als Kurzfassung hin. Lange bin ich mit dem Thema schwanger gegangen und war mir nicht sicher, ob ich den Artikel schreiben würde, aber nun ist es rund für mich und Voila..hier kommt der Artikel.

Er handelt von mir, Natascha Ehefrau, Mutter von 5 Kindern..und vor allem auch eine Frau über 40.

Nach 5 Schwangerschaften und 5 mal Stillen hat sich mein Körper natürlich verändert, einen Bandscheibenvorfall gab es auch noch gratis dazu und irgendwann spürte ich das Bedürfnis mich auch als Frau wieder bewusster wahrnehmen zu wollen.

Solange die Kinder relativ klein waren, steckte ich in meinem kleinen eigenen Kosmos und habe mich auch ein bisschen hinter der Mutterrolle versteckt.

Ich war es zwar leid, jeden zweiten Monat  für schwanger gehalten zu werden, aber so richtig geändert habe ich nichts.

Dann kam mein Bandscheibenvorfall und es war klar, nun muss ich etwas ändern. Mein Körper hat mir den Anstoss gegeben etwas zu tun. Damals habe ich mit meiner Behandlung bei meinem Chiropraktiker begonnen und ich bin Dank seiner Hilfe wieder ziemlich schnell auf die Beine gekommen. Es hat aber auch bedeutet, dass ich mich mit Themen auseinandergesetzt habe, die in mir schlummerten und mich belastet haben. Er und seine Frau sind inzwischen 2 wundervolle Freunde, die nicht nur mich, sondern uns als Familie begleiten und ohne diese beiden Menschen wäre in den letzten Monaten einiges anders gelaufen.

Heute geht es aber um ein für mich spezielles Thema.. nämlich wann fühle ich mich schön und kann meinen Körper so annehmen wie er ist.

Ich bin der klassische Fall eines pubertierenden Mädchens gewesen.. mit 15 emotional sehr aufgewühlt, wusste nicht so richtig wo ich hingehöre, dazu habe ich intensiv getanzt und bin recht schnell in einen Kreislauf aus Magersucht und Bulimie geraten.

Das war für meine Familie und mein Umfeld sehr schwer und die eigene Sucht vor anderen zu verstecken gehört dazu, aber genauso auch die Sprachlosigkeit oder Unsicherheit der Menschen um einen herum. Für mich war es ein langer Weg, der Umzug nach England um aus alten Mustern auszubrechen, war für mich enorm wichtig.

Erst mit den Schwangerschaften und meinen Kindern konnte ich meinen Körper als Frauenkörper akzeptieren; in gewisser Weise haben meine Kinder mich vor mir selbst gerettet.

Seit ich Mutter bin, hat sich einfach alles geändert und ich würde es nicht mehr zulassen, dass ich mich selber so schwäche, dass ich nicht für die Kinder da sein kann.. so richtig da sein. Ich möchte Ihnen ein Vorbild sein, den Jungs und meiner Tochter, sie sollen ihre Mama als starke und gesunde Frau erleben.

Wer mir schon eine Weile folgt hat ja auch bemerkt, dass ich zwischenzeitlich etwas weniger geworden bin und auf einmal habe ich gemerkt, wie schnell ich wieder in alte Raster zurückfallen kann. Ich hatte aber wundervolle Menschen um mich herum, die sich auch getraut haben, mit mir zu sprechen und vor allem meine Freundin hat mich immer wieder am Schlawittchen gepackt und wir haben viel geredet.

Heute kann ich sagen, dass ich mit mir zufrieden bin, mich wohlfühle und Essen mir keine Angst bereitet. Das Thema wird mich nicht ganz loslassen, aber ich habe es gut im Griff. Ich ernähre mich gesund, mache Sport und muss nicht alles kontrollieren, was ich zu mir nehme.

Ich möchte mit dem Artikel heute einfach Mut machen, offen zu sein und auch mal hinter die Fassaden zu schauen.

Jede Frau hat ihre ganz eigene Geschichte und jede ist ihre eigene Marke und dazu soll frau selbstbewusst stehen!

Wie geht es Euch denn? Seid Ihr immer d’accord mit Euch und Eurem Körper? Habt Ihr Frieden geschlossen mit Euren Eigenheiten, Lebenswegen und liebenswerten Macken? Oder kennt Ihr auch Phasen im Leben, wo Ihr mit Euch, Eurem Aussehen und Eurem Innenleben kämpft?

Während ich mich in den letzten Wochen mit den Gedanken rund um diesen Artikel getragen habe, hatte ich einen Idee:
Wie wäre es, wenn ich mir wortwörtlich eine eigene „Marke“ schaffe, die mich repräsentiert und die ich mir sogar aufs T-Shirt drucken kann … quasi als kleine Erinnerungsstütze!
Aus diesem Einfall ist eine kleine Plotterdatei entstanden, die ich mir auf meine neuen Shirts geplottet habe und die ich Euch gerne als Freebie zur Verfügung stellen möchte >>>
Freebie Plotterdatei „myself“:  plott_myself

Vielleicht möchtet Ihr ja auch Euer eigener Markenbotschafter werden, mit Stolz, Freude und einem kleinen Augenzwinkern.

Ich hoffe, Ihr habt soviel Freude an diesem Plott wie ich und würde mich freuen, wenn ich über das ein oder andere Myself Label bei Facebook oder Instagram stolpern würde. Damit ich das besser nachverfolgen kann, fände ich es super, wenn Ihr die Hashtags #myself und #seideineeigenemarke unter Eure Bilder packt.

Jetzt springe ich noch kurz zu RUMS und freu mich auf viele Myself-Botschafterinnen!

Ahoi,
Eure Natascha

15 Kommentare zu “myself … sei deine eigene Marke

  1. Liebe Natascha,
    ich finde es immer mutig, wenn jemand auf seinem Blog solche privaten Dinge über sich berichtet, aber das wird hoffentlich vielen anderen Mut machen, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben. Das Vertrackte ist ja, dass man immer auf dem Weg ist – eine Hürde überwunden, bautz, ist schon die nächste da. Das ist so im Leben, aber wenn man den Eindruck hat, alle andern leben so ein Hochglanzleben, in dem alles fluppt und klappt, dann hält man sich selbst für eine unrühmliche Niete zwischen all den Hauptgewinnen und verliert die Energie. Gut, dass du so gute Freunde gefunden hast, die dich zwar konfrontieren, aber auch konstruktiv begleiten, wenn die nächste Hürde ansteht.
    Ich bin selbst nicht so ein Plotter-Fan, aber ich denke, es gibt viele Möglichkeiten auszudrücken, dass man seine eigene Persönlichkeit ist. Das werden wir demnächst sicher immer wieder zu sehen kriegen!

    1. Liebe Ulla, vielen Dank für Deine Nachricht!
      Ja, das Leben hält immer wieder eine Hürde bereit und manchmal ist es auch alles andere als einfach, über jede Hürde zu springen.
      Aber umso wichtiger ist es, dass man liebe Menschen hat, die einen begleiten, über manche Hürde heben oder beim Aufstehen und weiter machen helfen, wenn man eine Hürde gerissen hat.
      Aber sei Dir ganz sicher, diese Hürden gibt es in jedem Leben und wir alle haben unsere Baustellen … die meisten sind nur nicht auf Instagram und Co zu sehen. Macht man sich das selbst aber klar, ist schon ein ganzes Stück geschafft und der Druck, den man auf sich selbst ausübt wird weniger.

      Ich freue mich sehr, wenn mein Artikel etwas dazu beitragen kann, dass der Druck bei anderen etwas kleiner wird.

      Liebe Grüße
      Natascha

  2. Hallo Natascha,
    ich bin froh, dass du dich schlussendlich dazu entschlossen hast, diesen Beitrag zu schreiben. Ich finde es in der heutigen Zeit mit Facebook und Instagram und dem dadurch entstehenden Schönheitsideal sehr schwierig, zu sich selbst zu stehen. Gott sei Dank bin ich kein Teenager mehr. In den 90ern, als ich in diesem schwierigen Alter war, gab es in meinem Umfeld zum Glück noch keine Gespräche über Gewicht oder Schönheit oder wie man aussehen muss, um dazu zu gehören.
    Auch ich habe meine Phasen, in denen ich mich doof finde, so wie ich gerade bin. Deshalb habe ich mir sehr gerne deine schöne Plotterdatei geschnappt 🙂 Ich finde das eine tolle Idee.
    Danke!
    Liebe Grüße
    Kirsten

    1. Hallo Kirsten, ja die sozialen Netzwerke tun sicherlich ihren Teil dazu, dass der Druck heute noch größer wird, als er das auch schon vor Jahren war.
      Umso wichtiger ist es, dass wir unseren Kindern und speziell unseren Töchtern ein starkes Rückrad mitgeben und sie darin bestärken, dass sie in Ordnung sind, so wie sie sind!

      Und dass Dir der Plott Spaß macht freut mich sehr! Vielleicht magst Du mir ja mal zeigen, was Du daraus machst!

      Ganz liebe Grüße
      Natascha

  3. Liebe Natascha,
    vielen Dank für diesen tollen Blogartikel.
    Ich selber habe mit meiner Gesundheit zu kämpfen. Ich benötige seit einiger Zeit dauerhaft Sauerstoff, das geht aufs Ego, immer mit einem Schlauch in der Nase „rumzulaufen“. Mittlerweile komme ich gut damit klar,sollen doch alle gucken…
    Deine Plotterdatei und das Statement finde ich so klasse, dass es jetzt endlich soweit ist, dass ich mir einen Plotter kaufe. Ich überlege schon so lange, jetzt ist es soweit!
    Vielen Dank noch mal für deinen offenen Worte!

    Liebe Grüße von Silke

    1. Liebe Silke, vielen Dank für Deine Nachricht! Ich freue mich sehr, dass Dir der Artikel gefällt und finde es sehr bewundernswert, dass Du es schaffst auf die Blicke anderer zu pfeifen … das ist sicherlich nicht einfach.

      Ich freue mich total, dass Dir meine Plotterdatei so gut gefällt und bin mir sicher, dass Du mit dem Plotter ganz viel Spaß haben wirst. Ich liebe meinen sehr!!

      Für Deine Gesundheit wünsche ich Dir alles Gute und danke Dir für Deine offenen Worte!

      Liebe Grüße
      Natascha

  4. Liebe Natascha,
    Ich bewundere deinen Mut deine Geschichte zu erzählen. Ich selber bin 56 Jahre alt und weiss nur zu gut wovon deine Geschichte handelt. Auch ich habe dank meines Sohnes einen Weg gefunden normal zu essen und somit zu leben. Wie wir aber alle wissen ist es ein steiniger Weg, der leider manchmal wieder etwas zurück führt. Dank meinem Gefährten und meinem Sohn schaffe ich es aber das Leben zu geniessen und mich selber zu mögen. So wünsche ich dir, dass dein Gleichgewicht stark genug ist und du dein Leben in vollen Zügen geniessen kannst. Liebe Grüsse Madeleine

    1. Liebe Madeleine, es ist schön zu hören, dass Du einen Weg gefunden hast, wie Du das Leben genießen kannst, auch wenn kleine Rückschritte immer mal wieder dazu gehören.
      Es macht mich sehr glücklich die Resonanz auf meinen Beitrag zu kriegen und zu sehen/lesen, wie viele Frauen eine ähnliche Geschichte haben, wie stark sie sind und sich letztendlich ein Leben schaffen, das sie glücklich macht.
      Das gibt mir viel!!

      Ganz liebe Grüße
      Natascha

  5. Liebe Natascha,
    auch hier möchte ich Dir nochmals danken für diesen offenen Blogpost. Ich kann mir wahrscheinlich nur annähernd vorstellen, wieviel Mut es für Dich bedeutet hat, Deine Geschichte so öffentlich zu stellen und den Post auch wirklich online zu stellen. 1000 Dank für deinen Mut! Deine Geschichte hilft bestimmt ganz vielen, sich auch mit Ihrer eigenen Vergangenheit zu beschäftigen – denn nur so kann jeder für sich langsam ins Reine kommen. Ich selbst bin auch auf dem Weg – nur noch nicht ganz so mutig wie du…..
    Ganz lieben Dank – und vertrau dir! Du bist genug! DANKE!!!! Silvia

    1. Liebe Silvia,
      vielen vielen Dank für Deine Zeilen! Es tut so unendlich gut zu erfahren, wie viele Menschen sich von meinen Worten angesprochen fühlen, mir so offen begegnen und mir so liebe Worte schreiben, die mir den Rücken stärken, mir zeigen, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe und auf einem guten Weg bin!

      Ich freue mich unendlich, wenn ich auch nur einer anderen Frau Mut machen kann und sie in dem bestärke, was wir alle sind: Tolle Frauen!!

      Ich schicke Dir ganz liebe Grüße und freue mich, dass Du auch einen Weg gefunden hast, der für Dich der richtige ist.

      Alles Liebe
      Natascha

  6. Liebe Natascha, danke für deine Gedanken und ja ich kenne das auch, die alten Muster aufbrechen, neue Wege gehen, Veränderung und was es hilft sich mitteilen und was es einem jedoch an Mut abverlangt. Ich drück dich und freu mich mit dir…

    Lieber Gruss
    Tanja

    1. Liebe Tanja,
      vielen Dank für Deine lieben Zeilen! Ich bin so froh, dass ich diesen Artikel veröffentlicht habe, die vielen tollen Reaktionen sind der Hammer und bestärken mich in meinem Tun!
      Ich bin so dankbar für die vielen tollen Menschen im Internet!

      Ich schicke Dir auch ganz liebe Grüße
      Natascha

    1. Hallo Katharina,
      es macht mir so viel Freude, wenn ich Euch mit der Datei ein kleines Geschenk machen konnte! Die vielen Kommentare und lieben Worte von den Menschen „im Internet“ tun mir unendlich gut und bestärken mich auf meinem Weg.

      Ganz liebe Grüße
      Natascha

  7. Liebe Natascha,
    jetzt habe ich endlich Zeit und Ruhe…auch ich bewundere Deinen Mut dieses/Dein Thema öffentlich zu machen!
    Mich persönlich betrifft dieses Thema nicht. Ich war als Kind und als Jugendliche immer sehr schlank, naja, eher dünn! Oft musste ich mir anhören, ich sehe aus wie eine Bohnenstange…das hat mich aber nie wirklich gestört, eher aber, dass meine Freundinnen alle teure Markenklamotten trugen und ich nicht.
    Jetzt, als Mutter und erwachsene Frau, sehe ich das ja etwas anders, trotz allem ertappe auch ich mich dabei, wie ich mich, wenn ich Facebook und Instagram durch scrolle, mit den anderen Bloggern vergleiche…figurtechnisch!
    Mir fehlt aber die Disziplin mich auf eine bestimmte Konfektionsgröße hinunterzuquälen…was eigentlich auch gut ist, denn ich weiß ja in meinem Inneren, dass ich gut bin, so wie ich bin. Nach drei Kindern ist mein Körper nun mal anders als noch mit 20! Vor einigen Monaten fühlte ich mich nicht mehr wohl, merkte auch, dass ich wohl zugenommen hatte, aber wusste nicht wieviel. Nach dem Besuch auf der Waage, die ich eigentlich meistens ignoriere, staunte ich nicht schlecht: 5kg mehr als bei meinem letzten Besuch!Mit soviel hatte ich nun nicht gerechnet!
    Daraufhin habe ich einfach drauf geachtet, was ich esse und dass es weniger Süßkram ist. Ich hab nicht gehungert, ich habe einfach bewusster gegessen, auch mal Süßes, aber weniger…und ich fühle mich nun wohler und ich glaube, ich halte das Gewicht jetzt!
    Unsere Tochter ist 9, total schlank und redet manchmal davon, dass sie dick ist…wie kommt sie darauf? Und selbst wenn sie ein paar Kilos mehr hätte, wäre es doch total egal… Ich kann nur versuchen meinen Kindern einzubläuen, dass sie toll sind wie sie sind – das ist eine der größten Herausforderungen als Mutter!
    Danke für Deine Offenheit und Deinen Plott! Ich hab keinen Plotter, aber ich kenne da jemanden 😉
    Liebe Grüße,
    Dani

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